Ausmisten- „Nein Mama, das kann nicht weg!”

Wenn die Kinderzimmertür kaum noch aufgeht und der Weg zum Fenster einem Hürdenlauf gleicht, muss etwas getan werden – es ist an der Zeit auszumisten! Doch wo anfangen, fragt man sich bei dem ganzen Chaos. Soll ich mit meinem Kind zusammen Ordnung schaffen oder mich alleine mit dem großen blauen Sack auf die Jagd nach nicht mehr beachtetem Spielzeug machen? Und wohin mit den aussortierten Sachen?

1. Mit dem Kind zusammen oder alleine aussortieren? Und wie landet mehr im blauen Sack, als nur zwei nicht mehr klebende Sticker und ein kaputter Ball?

Ob Sie gemeinsam oder alleine aufräumen hängt zum einen natürlich vom Alter des Kindes ab und zum anderen davon, was für Erfahrungen Sie in der Vergangenheit mit dem Thema Ausmisten gemacht haben. Sollten Sie sich dafür entscheiden mit Ihrem Kind zusammen zu arbeiten, ist ein Faktor ganz wichtig: Nehmen Sie sich Zeit! Ihr Kind wird Gegenstände wiederfinden, die es ja schon sooo lange nicht mehr gesehen hat. Ist doch klar, dass der wiedergefundene Schatz nun erst einmal in Ruhe betrachtet werden muss. Steht man aber unter Zeitdruck, droht die Stimmung bereits in diesem Moment zu kippen. Eine erfolgversprechende Möglichkeit ist die des Ampelprinzips. Das Spielzeug wird also in drei Kategorien sortiert: Grün steht für Behalten, Rot kann definitiv weg und alles was zur gelben Kategorie gehört hat noch eine Schonfrist. Alle Spielsachen von denen Sie wissen, dass Ihr Kind sie die letzten Monate nicht mehr in der Hand hatte, wandern erst einmal in die gelbe Kiste. Diese kann auf dem Dachboden oder Keller aufbewahrt werden. Sollte ihr Kind Sie in den darauffolgenden Wochen gezielt nach bestimmten Spielsachen fragen, können sie wieder im Kinderzimmer einziehen. Besondere Schätze, an denen viele Erinnerungen hängen, die aber nicht mehr gebraucht werden, können in einer Schatzkiste gesammelt werden. Gestalten Sie diese doch mit Ihrem Kind gemeinsam! Kaufen Sie einen Umzugskarton und bekleben ihn mit Geschenkpapier oder Stickern und lassen Sie ihr Kind sich künstlerisch ausleben. Je mehr Sie ihr Kind mit in die Gestaltung einbeziehen, umso eher wird es die Idee unterstützen.

2. Doch wohin nun mit den alten Sachen?

Das Spielzeug an Verwandte und Freunde weiterzugeben ist natürlich eine Standardidee. Aber gestalten Sie das Ganze doch einfach mal etwas anders! Wie wäre es, Freunde und Bekannte mit älteren und jüngeren Kindern einzuladen und zusammen eine Tauschparty zu veranstalten? So profitiert jeder davon und die Kinder werden sich auf dieses Event mit Sicherheit freuen!

Eine weitere Idee wäre der altbekannte Trödelmarkt! Welches Kind spielt nicht gerne Kaufladen? Dies ist die Möglichkeit für einen Nachmittag Verkäufer zu sein und dabei verdient das Kind auch noch Geld für neues Spielzeug. Fragen Sie doch einfach mal in der Schule oder im Kindergarten nach, ob nicht vielleicht sogar schon ein Trödelmarkt geplant ist.

Und wenn gar nichts mehr hilft: Erinnern Sie ihr Kind daran, dass der Weihnachtsmann nur neues Spielzeug bringt, wenn noch Platz im Kinderzimmer ist…

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