Die wundersame Geschichte der Zahnfee

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für kleine Rabauken. Milchzähne sind ein kleiner Meilenstein in der Kinderentwicklung und eine ziemlich aufregende Sache. Der Besuch der Zahnfee in der Nacht, mit dem der Tausch des Zahns mit einem kleinen Schatz einhergeht, ist dabei wohl das Spannendste für Kinder.

Doch woher kommt er eigentlich, der Brauch der Zahnfee?

Ursprünglich aus den USA stammend, erfreut die Zahnfee seit geraumer Zeit auch unsere Kids und hilft dabei, ein bisschen weniger Angst zu haben, wenn die Milchzähne ausfallen. Ganz klassisch, legt man den ersten ausgefallenen Milchzahn unters Kopfkissen und in der Nacht erscheint das Fabelwesen aka die Zahnfee, lässt ein kleines Geschenk da und nimmt den Zahn mit, um ihr Schloss aus Zähnen zu vergrößern oder zu reparieren.

Aber was tun, wenn das Kind seine Milchzähne gar nicht abgeben möchte oder noch schlimmer: wenn es beim Tauschgeschäft in der Nacht aufwacht und Mama oder Papa als Zahnfee entlarvt? Und wie funktioniert das mit der Zahndose, wenn die gute Zahnfee die Zähne doch eigentlich mitnimmt? Und welche Schätze gibt es überhaupt im Tausch gegen einen wertvollen Milchzahn? Fragen über Fragen.

Nun. Logistisch kann man es sich ein bisschen einfacher machen, indem man den Milchzahn nicht unters Kopfkissen, sondern auf den Nachtschrank legt. So kommt man problemlos dran und stört das Kind nicht beim Schlummern. Die Milchzähne können Sie anschließend säubern und trocken in einer hübschen Milchdose sammeln. In der Version mit dem Schloss der Zahnfee, sollte Ihr Kind natürlich erst etwas davon mitbekommen, wenn es alt genug und der Zauber der Zahnfee verflogen ist.

Wenn Ihr Kind seine Milchzähne nicht abgeben, sondern lieber in einer Zahndose sammeln möchte, auch kein Problem. Sie dürfen die Geschichte der Zahnfee dann ein bisschen verändern. Zum Beispiel kann die Zahnfee auch vorbeischauen und einen Blick auf die Zahnputzqualitäten Ihres Kindes werfen, um den Zahn dann anschließend in der Zahndose zu verstauen. Sie könnte aber auch in einem Brief darum bitten, die Zähne aufzubewahren, falls irgendwann doch mal größere Reparaturarbeiten an ihrem Milchzahnschloss anstehen.

Damit sollten alle potenziellen Komplikationen behoben sein. Dann stellt sich für Eltern natürlich die Frage „Was für einen Schatz bringt denn die Zahnfee überhaupt mit?“. Die meisten Eltern wollen keine großen Geschenke machen, und das muss auch gar nicht sein. Es geht vielmehr um die Geschichte und das spannende Erlebnis für Ihr Kind. Das Geschenk sollte lediglich die Kirsche auf der Sahne sein oder sogar eine kleine Belohnung für besonders gute Zahnpflege. Dabei kann die Zahnfee eine einzelne Legofigur, einen neuen Zahnputzbecher, ein Geldstück o. ä. hinterlassen, sein Sie kreativ und überlegen Sie, worüber sich Ihr Kind besonders freuen würde.

Clevere Eltern beauftragen die Zahnfee zudem, einen kleinen Brief zu schreiben, in dem Sie dem Kind erklärt, warum das Zähneputzen jetzt noch ein bisschen wichtiger ist, und zum Beispiel auch, dass es keine Angst vorm Zahnarzt haben muss (der natürlich ein guter Freund der Zahnfee ist). So können Sie Ihrem Kind ganz nebenbei etwas Wichtiges mitgeben in Sachen Zähne und Zahnpflege. Und wenn die Zahnfee das sagt, dann wird das wohl auch stimmen. Zudem steigert das die Motivation zur ordentlichen Zahnpflege, denn Kids wollen die Zahnfee beim nächsten Besuch natürlich stolz machen und freuen sich über ein paar Zeilen dieses wundersamen Wesens.

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