Kinder im Freizeitstress – Was ist noch im Rahmen und was ist schon zu viel?

13 Uhr – Schulschluss, doch der Tag ist noch lange nicht zu Ende. Danach geht es für Julia direkt zum Schulorchester. Um 14.30Uhr gibt es eine kurze Mittagspause, danach ist dann auch schon der Turnunterricht. Bevor es dann nach Hause geht, muss Julia noch zur Mathenachhilfe. Als sie um 18Uhr nach Hause kommt fällt sie nur noch müde ins Bett. Nicht nur Julias Tag ist immer komplett durchgeplant, so geht es vielen unseren Kids. Doch wie viele Hobbys sind eigentlich zu viel?

Das Empfinden wann der Spaß aufhört und der Stress anfängt ist von Kind zu Kind verschieden. Manche Kinder brauchen neben der Schule viele Hobbys um sich auszupowern, andere sehnen sich nach Schulschluss eher nach Ruhe. Für Eltern kann es sehr schwierig sein, das richtige Mittelmaß zu finden, doch sobald das Kind keine Zeit mehr hat sich mit Freunden zu verabreden, sollte man noch einmal über die Freizeitgestaltung nachdenken.

Für Kinder mit viel Energie kann ein voller Terminkalender genau das Richtige sein. Zumal, wenn sie die Hobbys mit ihren Freunden teilen. So lässt sich die Zeit mit Freunden und Hobbys optimal kombinieren. Positive Nebeneffekte von Vereinssport oder dem Orchester sind die Entwicklung von Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen. Doch auch hier sollten Ruhepausen gesetzt werden, denn auch die Schule fordert bereits einiges von Ihrem Kind. Und auch sehr aktiven Rabauken tut es gut, mal einen entspannten Nachmittag im Kinderzimmer oder gemeinsam mit Mama und Papa auf der Couch zu verbringen.

Andere Kids benötigen hingegen viel mehr Alltagspausen und haben es gern ihre Freizeit flexibel gestalten zu können. Anzeichen dafür, dass ihr Kind unter Freizeitstress leidet können sowohl körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen sein, als auch Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Wenn Ihr Kind häufig mit solchen Beschwerden zu Ihnen kommt, sollten Sie sich auf die Suche nach dem Ursprung des Stressfaktors machen. Versuchen Sie in einem schön gestalteten Eltern–Kind–Gespräch gemeinsam herauszufinden, welche Hobbys möglicherweise eingestellt werden können.

Allgemein gilt: Überfordern Sie Ihr Kind nicht! Kein Kind sollte zu einem Hobby gezwungen werden, denn die Freizeit soll weiterhin dafür da sein, jede Menge Spaß zu haben. Natürlich ist es trotzdem gut, wenn Sie Ihr Kind fördern und seine Interessen unterstützen. Die Mischung macht’s! 🙂

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