Pyjamaparty oder Übernachtungsdrama?- Das erste Mal woanders übernachten

Heute ist Aufregung angesagt, denn heute ist es endlich soweit, dass Ihr Kind das erste Mal fern von Zuhause übernachtet. Doch ab welchem Alter ist mein Kind eigentlich alt genug, um alleine bei Freunden oder Verwandten zu übernachten und wie läuft der Abschied ohne Tränen ab?

Ab wann Ihr Kind alt genug ist, um woanders zu übernachten ist nicht auf einen festen Zeitpunkt festgelegt. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind auf keinen Fall drängen anderswo zu schlafen, sondern es langsam daran gewöhnen oder warten, bis es selbst den Wunsch äußert. Eine gute Einstimmung für die erste Nacht fern von Zuhause, ist das ins Bett bringen durch einen Babysitter. Bevor Ihr Kind das Haus das erste Mal über Nacht verlässt, verlassen Sie es für einen Abend. So kann sich das Kind daran gewöhnen, mal nicht von Mama und Papa ins Bett gebracht zu werden, ist aber trotzdem noch in seinem gewohnten Umfeld. Wenn diese erste Erfahrung gut verlaufen ist, könnte Ihr Kind doch mal eine Nacht bei Oma und Opa verbringen oder anderen, in der Nähe wohnenden Verwandten. So können Sie im Notfall jederzeit kommen, um Ihr Kind abzuholen und Sie wissen gleichzeitig, dass es in guten Händen ist. Wenn Sie aber merken, dass es für Ihr Kind kein Abenteuer, sondern eher eine Qual ist, nicht Zuhause zu schlafen, lassen Sie ihm, sofern es möglich ist, noch etwas Zeit. Wenn das Kind einmal etwas Negatives mit dem Übernachten verbindet, wird es umso schwieriger, diesen ersten Eindruck wieder zu ändern.

Endlich ist es dann soweit, Ihr Sprössling soll heute das erste Mal beim Kindergartenfreund übernachten. Was gehört in die Tasche und wie gestalten Sie den Abschied möglichst ohne Tränen?

Beziehen Sie Ihr Kind ruhig mit in die Planung ein und packen Sie die Übernachtungstasche gemeinsam! Nehmen Sie sich Zeit dafür, sodass nichts vergessen wird. Neben den Standardsachen wie einem Schlafanzug, Zahnbürste, eventuell einem Handtuch und Wechselkleidung sollte auch das Lieblingskuscheltier oder die Puppe nicht fehlen. Das liebste Gute-Nacht-Buch kann das Einschlafen am Abend erleichtern und ist mit Sicherheit auch für den Kindergartenfreund eine willkommene Abwechslung. Auch wenn Ihre Telefonnummer sowieso bei der anderen Mama hinterlegt ist, gibt ein Zettel, mit Ihrer Handynummer in der Hosentasche, Ihrem Sprössling die Gewissheit, dass Mama jederzeit erreicht werden kann.

Nun stehen Sie also mit Kind und gepacktem Rucksack vor der Tür des Freundes und der Abschied naht. Auch wenn es Ihnen schwer fällt, halten Sie die Verabschiedung kurz und zeigen Sie Ihrem Kind nicht, dass Sie damit hadern. Vermitteln Sie Ihrem Kleinen, dass er eine ganz tolle und lustige Zeit vor sich hat. Sollte Ihr Kind unter Trennungsangst leiden, informieren Sie die andere Mutter, sodass diese Sie beim Abschied unterstützen kann und das Kind nach der Verabschiedung direkt ablenkt. Wenn Sie Ihr Kind dann am nächsten Morgen abholen möchten, wird es meist noch gar nicht nach Hause wollen.

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